Kompression


Bei Nervenschädigungen, die durch Kompression verursacht werden, unterscheidet man zwischen akuten (z.B. durch Hämatome oder Abszesse) und chronischen Verletzungen. Letztere entstehen meist durch langanhaltenden, äußeren Druck auf den Nerv (z.B. bei Karpaltunnelsyndrom). Der Karpaltunnel ist eine von Bindegewebe fest umschlossene Röhre vom Unterarm zur Hand, durch die, zusammen mit neun Beugesehnen der Finger, der Medianusnerv verläuft. Ist diese Röhre verengt, übt das Druck auf den Medianusnerv aus, was auf Dauer zu Schmerzen, Missempfindungen und Taubheitsgefühlen der Finger führt. Der chronische Druck, stört dabei die Durchblutung des Nervs und führt so zu einer Schädigung des Myelins und letztlich der Nervenfasern. Bleibt der Druck bestehen, kommt es zur Schwächung der Handmuskeln (insbesondere im Daumenballen) und dadurch zum Verlust der Feinmotorik.

Eine Behandlung erfolgt im Anfangsstadium konservativ z.B. durch ruhig stellen mittels Schienen. Bleiben die Beschwerden bestehen, kann operativ eine Druckentlastung vorgenommen werden, wodurch sich der Nerv, in Abhängigkeit der bestehenden Schädigung, erholen kann.